Ein Tag im Leben des Abteilungsleiters für ´Qualitätssicherung Produktion` bei STIHL Tirol: Josef Koller.

geschrieben am 18.10.2022

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Einblicke in die Qualitätssicherung aus einem Gespräch mit… Josef Koller.
Josef Koller ist seit 2004 bei der STIHL Tirol GmbH tätig und seit 2019 Leiter der Abteilung „Qualitätssicherung Produktion“.  

Über das Unternehmen STIHL Tirol
STIHL Tirol ist Hersteller von Gartengeräten in der Metallbranche. Am Standort Langkampfen werden akkubetriebene Produkte wie Rasenmäher, Mähroboter, Aufsitzmäher, Motorhacken oder Garten-Häcksler produziert. Mit 770 Mitarbeiter:innen erzielte das Unternehmen 2021 einen Umsatz von 715,8 Millionen Euro.

Die Qualitätssicherung bei STIHL Tirol: eine Hauptabteilung mit vier Unterabteilungen.

Organisatorisch ist die Hauptabteilung „Qualität“ als Stabstelle der Geschäftsführung zugeordnet und gliedert sich in vier Abteilungen: Wareneingangsprüfung und Messtechnik, Qualitätsmanagementsysteme, Qualitätssicherung Lieferanten und Qualitätssicherung Produktion.

Die Hauptabteilung beschäftigt 53 Mitarbeiter:innen, von denen 15 Mitarbeiter:innen in der Qualitätssicherung Produktion tätig sind. Das Team der Qualitätssicherung Produktion setzt sich aus Laufprüfer:innen an der Linie und Spezialist:innen für die Montage, die Lenkung fehlerhafter Teile und Nacharbeit zusammen.

Josef Kollers Abteilung stellt die Qualität der Produkte sicher. Eine der Kernaufgaben ist es, Abweichungen an den Montagelinien zu erkennen und zu beheben, sowie die Überprüfung von Produkten und Komponenten.

Das Ziel ist, die Qualität laufend zu verbessern und sicherzustellen, dass Kund:innen ein sicheres, funktionierendes Produkt erhalten und sie sich daher immer wieder für ein Produkt der Marke STIHL entscheiden.

So sieht ein typischer Arbeitstag als Abteilungsleiter der Qualitätssicherung Produktion bei STIHL Tirol aus.

Gerne möchten wir euch gemeinsam mit Josef Koller von STIHL Tirol einen detailreichen Einblick in die Arbeit der Qualitätssicherung in der Produktion geben.

5:30 Uhr morgens: Ein Blick auf die Kennzahlen des Vortages.

Die Produktion bei STIHL Tirol beginnt um 6 Uhr. Josef Koller startet seinen Tag am liebsten sogar noch früher am Morgen. Meist ist er bereits um 5:30 Uhr in der Firma. Die halbe Stunde am Morgen, bevor die Produktion startet, nutzt er, um sich die Kennzahlen vom Vortag anzusehen. Die Kennzahlen basieren auf Daten, die aus Testify und dem SAP-System stammen.

Der Fokus von Josef Koller ist, darauf zu achten, ob es irgendwelche Probleme in der Produktion gab, ob Ausschüsse gebucht wurden und wie der aktuelle Stand der Qualitätskennzahlen ist. Er prüft, ob es am Vortag Auffälligkeiten gab und ob bereits Maßnahmen dazu gesetzt wurden.

6:00 Uhr morgens: Teambesprechung.

Im Anschluss gibt es ein Treffen mit dem Team. Bei dieser täglichen Besprechung mit den Mitarbeiter:innen seines Teams wird besprochen, was am Vortag geschehen ist und worauf geachtet werden muss. Bei Auffälligkeiten werden eventuelle Maßnahmen sofort eingeleitet.

Vormittags finden Shopfloor-Runden statt.

Offene Themen werden im Anschluss an die Teambesprechung abgearbeitet oder in den Shopfloor-Runden besprochen. Alles, was am Morgen nicht gelöst werden konnte, wird bei diesen Shopfloor-Meetings thematisiert.

Die Shopfloor-Runden finden jeden Tag statt. Die unterschiedlichen Teams treffen hier über den Vormittag verteilt zusammen:

  • 8 Uhr: Shopfloor-Runde Qualitätsbereich. Um 8 Uhr ist die Shopfloor-Runde des Qualitätsbereichs. An dieser nehmen die Laufprüfer:innen und die Mitarbeiter:innen des Produktaudits teil. Hier wird auf die Fehler eingegangen, die im Zuge des Produktaudits auftraten bzw. Probleme aus der Produktion, für die eine gemeinsame Klärung erforderlich ist.
  • 9 Uhr: Shopfloor-Runde Hauptabteilung Qualitätssicherung. Die nächste Shopfloor Runde beginnt um 9 Uhr. Hier tauschen sich der Hauptabteilungsleiter und die Abteilungsleiter:innen aus. In dieser Runde wird darauf eingegangen, welche Aufgaben zukünftig auf die Teams zukommen.
  • 10 Uhr: Große Shopfloor-Runde mit der Fertigung. Um 10 Uhr nimmt Josef Koller an der großen Shopfloor-Runde teil. Diese findet in der Fertigung statt. Hier werden alle Probleme besprochen, die noch nicht gelöst werden konnten.

    Im Laufe des Vormittags werden über diese Ebenen fast alle Probleme, die in der Früh eruiert wurden, gelöst. Seltener auftretende größere Themen werden an die letzte Shopfloor-Runde des Tages weitergeleitet.

  • 11 Uhr: Shopfloor-Runde der Geschäftsführung. Die abschließende Shopfloor-Runde der Geschäftsführung findet um 11 Uhr statt. Hier trifft der Steuerkreis bestehend aus der Leitung der Bereiche Finanz, Produktion, Entwicklung, Fertigungsplanung und Einkauf zusammen.

    Hier werden nur noch Themen besprochen, welche im Laufe des Vormittags nicht behoben werden konnten. Auch Lösungsvorschläge, die ein größeres Budget benötigen, werden hier entschieden. Wird beispielsweise ein Problem am Band am Morgen entdeckt und im Laufe des Vormittags eine Lösung gefunden, welche hochpreisiges Equipment braucht, so kann die Freigabe-Entscheidung noch am selben Tag erfolgen. Auf diese Weise kann sichergestellt werden, dass die Produktion reibungslos weiterläuft.

Durch das tägliche Zusammentreffen über alle Ebenen hinweg können operative Probleme rasch gelöst bzw. akute Entscheidungen schnell getroffen werden.

Je nach Bedarf gibt es fachspezifische Besprechungen, Projektbesprechungen von neuen Produkten und Gespräche mit Mitarbeitenden. Auch das Bearbeiten von Qualitätsmeldungen im SAP, kontinuierlich effizientere Neugestaltung von Prozessen und die Auswertung von Kennzahlen fällt in den Zuständigkeitsbereich der Qualitätssicherung.

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Josef Koller in der Produktion von Stihl mit der Software von Testify.

Digitale Unterstützung der täglichen Aufgaben in der ´Qualitätssicherung Produktion`.

Die Arbeiten, die darüber hinaus stattfinden, wandeln sich von Tag zu Tag. Jedoch gibt es auch hier Aktivitäten, die immer wieder stattfinden. Wie zum Beispiel das Bearbeiten von Mängeln, welche mit Testify erfasst wurden.

Über Testify werden alle Mangelberichte direkt an den jeweiligen Verantwortlichen geleitet. Zum Beispiel an Josef Koller oder die Gruppenleitung Bandlaufprüfung. So können diese schnell und unkompliziert kontrolliert werden.

Genauso wie bei den Mangelberichten werden auch andere Prüfberichte eingesehen. Jeden Montag sieht Josef Koller in Testify nach, ob alle Prüfungen der Vorwoche durchgeführt wurden. So ist er immer auf dem aktuellen Stand und kann sicherstellen, dass keine Prüfungen vergessen werden.  

Viele Arbeiten, die früher manuell durchgeführt wurden, sind jetzt von einer digitalen Lösung ersetzt worden. Zum Beispiel für diverse Tages-, Wochen und Monatsberichte werden Dashboards verwendet. So müssen diese nicht mehr händisch zusammengestellt werden. Hier ist das Team aktuell dabei, Schritt-für-Schritt mehr Abläufe zu digitalisieren. 

Mit der digitalen Datenerfassung weiß Josef Koller genau: Wie viele Mängel sind aufgefunden worden? Wo liegen die Ursachen? Wurden die Audits korrekt durchgeführt? Und vieles mehr. So hat er auch immer die benötigten Informationen für die Geschäftsführung parat.

Aktuelle Projekte & zukünftige Herausforderungen.

Neue Produkte, neue Arbeitsverfahren und auch die Ausbringungserhöhung sorgen dafür, dass das Arbeitsfeld der Qualitätssicherung bei STIHL Tirol laufend im Wandel ist.

Nicht nur die Produktion, sondern auch die Qualitätssicherung muss laufend angepasst werden. Daher beschäftigt sich das Team laufend mit neuen Themen, welche die Arbeit in der Herstellung beeinflussen. Wie zum Beispiel die Erfüllung gewisser Vorgaben bei Kennzahlen, neuen Fertigungsverfahren (Tiefenfertigung und Kunststoff-Fertigung), sowie den neu entwickelten Produkten für Profianwendungen. Denn diese Produkte haben mehr Elektronik-Komponenten und werden immer komplexer. Hier sammelt das Qualitätssicherungs-Team neue Erfahrungen und erweitert laufend ihr Wissen.

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