Handling und Kontrolle der Corona-3G-Regel von Mitarbeiter:innen in Unternehmen.

geschrieben am 14.07.2021

Mitarbeiterin in der Produktion erfasst ihren 3G-Nachweis mit einem Smartphone.

Aufgrund der Pandemie ist der Infektionsschutz im letzten Jahr in den Fokus des Qualitätsmanagements gerückt. Bisher lag der Fokus des Qualitätsmanagements in den meisten Unternehmen darauf sicherzustellen, dass der Qualitätsstandard der Produkte erfüllt und gewährleistet werden kann. Nun müssen Unternehmen nachweisen, dass angemessene Hygienemaßnahmen zum Schutz aller Mitarbeiter:innen gegeben sind.

Werden diese nicht beachtet, so kann ein mangelnder Infektionsschutz beispielsweise Überprüfungen der Gesundheitsbehörden auslösen und in weiterer Folge massive Konsequenzen nach sich ziehen.

Darüber wie Sie in 8 Schritten ein sicheres Arbeitsumfeld für Mitarbeiter:innen schaffen und den laufenden Betrieb sicherstellen, können Sie im Artikel „Corona und Arbeitsschutz“ nachlesen.

Neben Masken, Luftfiltern und weiteren Sicherheitsmaßnahmen, ist vor allem das Testen bzw. der 3G Nachweis wichtig. Doch welche Nachweise für die 3G-Regel gibt es genau? Und wie kann ein nachverfolgbarer Kontroll-Prozess für den 3G-Nachweis aussehen? In diesem Artikel gehen wir näher darauf ein und zeigen ein Beispiel aus der Praxis.

Grundsatz: Fürsorgepflicht der Unternehmen

Aufgrund der Fürsorgepflicht ist jeder Arbeitgeber verpflichtet in seinem Unternehmen sicherzustellen, dass die Ansteckungsgefahr für Arbeitnehmer:innen möglichst gering ist.

Dies wirkt sich so aus, dass Arbeitgeber betriebliche Maßnahmen, wie in etwa Vorsorgemaßnahmen und Konzepte zur Vermeidung der Ansteckung setzen müssen. Hier finden Sie mehr Informationen dazu, wie ein sicheres Arbeitsumfeld für Mitarbeiter:innen geschaffen werden kann.

Wird der Verpflichtung, betriebliche Maßnahmen zur Vermeidung einer Ansteckung zwischen Mitarbeiter:innen zu implementieren, nicht nachgegangen, dann kann dies massive Konsequenzen für Unternehmen nach sich ziehen. Denn aufgrund des COVID-19-Maßnahmengesetzes und des Epidemiegesetzes können Verwaltungsstrafen verhängt werden.

Im Laufe des letzten Jahres gab es bereits einige Unternehmen, wie zum Beispiel den Schlachtbetrieb Tönnies, welche mit Anzeigen wegen Verstoß gegen das Infektionsschutzgesetz konfrontiert wurden.

Was ist die 3G-Regel?

Die 3G-Regel ist ein Sicherheitskonzept, das darauf basiert, zu identifizieren von welchen Personen „ein geringes epidemiologisches Risiko“ ausgeht.

Die 3G-Regel steht für die drei G: Geimpft, getestet und genesen.

Mit dem Nachweis, dass Personen die 3G-Regel erfüllen, ist eine ausreichende Sicherheitsvorkehrung zur Vermeidung von Ansteckungen getroffen.

Was gilt als 3G Nachweis?

Nachfolgend finden Sie eine Übersicht, welche 3G-Nachweise für welchen Fall gelten und wie lange diese jeweils gültig sind.

Getestet:
  • Antigen Selbsttest (mit Erfassung in einem behördlichen System)
    Gültig für 24 Stunden.
    Nachweis ist eine Testbestätigung.
  • Antigen-Selbsttest vor Ort (ohne Erfassung in einem behördlichen System)
    Gültig bis zum Verlassen der Betriebsstätte.
    Nachweis ist das negative Testergebnis.
  • Antigen-Test einer Teststelle (z.B. Teststraße)
    Gültig für 48 Stunden.
    Nachweis ist die Testbestätigung.
  • PCR-Test
    Gültig für 72 Stunden.
    Nachweis ist die Testbestätigung.
Geimpft:
  • Einmal-Impfung
    Gültig ab 22 Tage nach Impfung für eine Dauer von 270 Tagen.
    Nachweis durch Impfpass, Bestätigungskarte der Impfstelle oder ELGA-Ausdruck.
  • Impfung mit zweimaligem Impfrhythmus
    Gültig ab 22 Tage nach der Erstimpfung für eine Dauer von 90 Tagen.
    Nachweis durch Impfpass, Bestätigungskarte der Impfstelle oder ELGA-Ausdruck.
  • Zweitimpfung
    Gültig ab Zweitimpfung für eine Dauer von 270 Tagen.
    Nachweis durch Impfpass, Bestätigungskarte der Impfstelle oder ELGA-Ausdruck.
  • Einmalige Impfung, wenn zuvor eine Covid-19 Infektion nachgewiesen wurde
    Gültig ab Impfung für eine Dauer von 270 Tagen.
    Nachweis durch Impfpass, Bestätigungskarte der Impfstelle oder ELGA-Ausdruck, SOWIE Nachweis einer Covid-19 Infektion durch Bestätigung über einen positiven PCR-Test bzw. neutralisierenden Antikörpertests durch einen Arzt oder ein Labor.
Genesen:
  • Überstandene (molekularbiologisch bestätigte) Covid-19 Infektion
    Gültig ab dem Zeitpunkt der nachgewiesenen Infektion für eine Dauer von 180 Tagen.
    Nachweis durch eine ärztliche Bestätigung.
  • Nach bestätigter SARS-CoV-2 Erkrankung mit Absonderungsbescheid
    Gültig ab dem Zeitpunkt der nachgewiesenen Infektion für eine Dauer von 180 Tagen.
    Nachweis durch einen Absonderungsbescheid für eine nachweislich an Covid-19 erkrankte Person.
  • Neutralisierender Antikörpernachweis
    Gültig ab dem Zeitpunkt der Nachweiserstellung für eine Dauer von 90 Tagen. 
    Nachweis durch Bestätigung eines Arztes oder eines Labors

Der „grüne Pass“ wird innerhalb der EU (und im EWR Raum, sowie in der Schweiz) als Nachweis gelten. Jedoch davon ausgeschlossen sind Selbsttests – diese gelten nur innerhalb Österreichs als Nachweis.

Aufgrund der verschiedenen Arten von Nachweisen und deren unterschiedlicher Gültigkeitsdauer geht leicht die Übersichtlichkeit verloren und es kann zu einem erhöhten Aufwand in der Sachbearbeitung kommen. Eine standardisierte  digitale Lösung für Mitarbeiter kann helfen, die 3G-Kontrolle schnell und überprüfungssicher abzuwickeln.

Eine digitale Lösung zur Überprüfung der 3G-Regel in Betrieben

Wie die Erfassung der 3G-Nachweise in der Praxis genau aussieht, kann sich von Unternehmen zu Unternehmen unterscheiden.

In der Regel gibt es drei Schritte, die durchgeführt werden:

  • Schritt 1: Checklisten Vorlage erstellen:
    Zu Beginn wird eine Checklisten-Vorlage für den 3G-Nachweis erstellt.
  • Schritt 2: Durchführung:
    In dieser wird jede:r Mitarbeiter:in dabei durch die Erfassung des 3G.Nachweises geführt. Dies kann beispielsweise so aussehen: Zuerst wird die Art des Nachweises ausgewählt. Anschluss wird ein Foto des Nachweises beigefügt. So ist der 3G-Check innerhalb weniger Sekunden erfasst und abgeschlossen.
  • Schritt 3: Auswertung der Daten:
    Im letzten Schritt können die erfassten Daten ausgewertet werden.

So sieht die Ausführung des 3G-Checks für Mitarbeiter:innen aus.

In dem gezeigten Beispiel (Video links) wird der 3G-Check auf einem Smartphone ausgeführt. Zuerst wird die Checkliste ausgewählt.

Dann wird die Art des Nachweises und wie lange dieser gültig ist ausgefüllt. Im Anschluss wird noch ein Foto des Nachweises hochgeladen.

Um Unklarheiten bei Mitarbeiter:innen präventiv zu vermeiden besteht die Möglichkeit, bei jedem Schritt noch Zusatzinformationen als Beschreibung hinzuzufügen.

Möchten wir nun den aktuellen Status der 3G-Checks abrufen, so geschieht dies über ein Dashboard mit einer übersichtlichen Darstellung der aktuellen Daten:

Übersicht der Auswertung der 3G Checks in Testify.

So hat das Unternehmen laufend den Status der 3G-Checks im Blick.

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Vorteile einer digitalen Erfassung der 3G-Nachweise

Neben der einfachen Erfassung und der übersichtlichen Darstellung der Daten, hat eine digitale Kontrolle der Einhaltung der 3G-Regel noch weitere Vorteile:

  • Eine digitale Lösung sorgt für lückenlose Rückverfolgbarkeit und eine revisionssichere Dokumentation. So sind Sie im Falle einer Überprüfung vorbereitet.
  • Durch die zeitnahe Verfügbarkeit und Auswertung der Daten können Sie auf einen Blick überprüfen, ob alle Mitarbeiter:innen den 3G-Nachweis erbracht haben.
  • Geringerer Bearbeitungsaufwand: Da jeder Mitarbeiter seinen Nachweis, schnell selbst erfassen kann, ist der Sachbearbeitungsaufwand für die Kontrollen gering. 
  • Flexibilität bei neuen Anforderungen: Sollten die Bestimmungen in Bezug auf die 3G-Regel oder sonstige Nachweise geändert werden, können Anpassungen der Checks schnell durchgeführt werden.

Fazit.

Der Infektionsschutz spielt im Qualitätsmanagement eine immer größere Rolle. Ein wichtiger Punkt für Unternehmen ist aktuell, den Nachweis der 3-G-Regel sicherzustellen. 

Mit digitalen Checklisten, wie im Praxisbeispiel zuvor gezeigt, kann der 3G-Nachweis schnell und durchgängig erfasst werden. Hinzu kommt, dass eine digitale Erfassung den Vorteil bietet, dass die Sicherstellung der 3G-Regel durchgängig rückverfolgbar ist.

Sie können bei einer Auswertung der Daten jederzeit Einblick darüber erhalten, ob alle Mitarbeiter:innen getestet, geimpft oder genesen sind. Somit ist für den Schutz der Mitarbeiter:innen gesorgt und das Unternehmen kann – im Falle einer Überprüfung der Gesundheitsbehörden o.ä. – den entsprechenden Nachweis erbringen. 

Mehr branchenspezifische Infos für Österreich finden Sie auf der Webseite der WKO , mehr Informationen für Unternehmen zum Coronavirus für Deutschland auf der Webseite der IHK bzw. auf den jeweiligen Seiten der Ministerien.

Alternative Text

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